Pay-TV & Profitabilität

September 26, 2009

„Pay-TV profitabel machen“ ist das Ziel von Hannes Heyelmann, Gesamtgeschäftsführer von Turner Broadcasting Systems Deutschland, laut einem Interview mit HORIZONT. Turner hat seit seinem Markteintritt in Deutschland vier Pay-TV Sender gestartet. Dabei handelt es sich um Boomerang (Cartoon-Kanal), Cartoon Network, TNT Film (Spielfilmsender) und TNT Serie. Allein TNT Serie zählt laut Interview mittlerweile ca. 2,5 Millionen Abonnenten. In spätestens zwei Jahren soll die deutsche Gruppe in den schwarzen Zahlen sein.

Quelle: HORIZONT 39/2009, Seite 10


Mangelnde Naivität bei deutschen Web-Gründern?

September 20, 2009

Martin Weigert geht bei netzwertig.com in einem lesenswerten Artikel der Frage nach, weshalb viele deutsche Internet Start-ups auf internationaler Ebene häufig keinen Erfolg haben. Seine interessante These: Es fehlt deutschen Gründern an Leichtgläubigkeit, Experimentierfreudigkeit und Zukunftsglaube.

Quelle: netzwertig.com


Medientage München 2009

August 15, 2009

Medientage München: Unter dem Motto „MUT – Medien und Transformation“ referieren und diskutieren vom 28. bis 30. Oktober rund 600 Medienexperten in 90 Panels. Die komplette Programmübersicht der 23. Medientage München ist auf www.medientage.de veröffentlicht. Die Keynote wird von Prof. Jeff Jarvis gehalten, dem Autor des Buches „What would Google do?“.

Der Besuch der begleitenden Medienmesse ist kostenfrei. Schwerpunkte und Topthemen des Medienmesse in 2009 sind: CRM, DAB, Digital Entertainment, Digitalradio, Distribution, DVB, HDTV, Interactive Media, IPTV, Mehrwertdienste, Mobile Media, Online Services, Payment-Systeme, Produktion, Streaming, Triple-Play und Video-on-Demand.


Don Tapscott: Rebuilding the World

Juli 26, 2009

Im stets aktuellen und informativen Blog von Hugo E. Martin wurde auf  die Keynote von Don Tapscott aufmerksam gemacht, welche er während des VINT Symposium 2009 “Fast Forward”  gehalten hat.  Don Tapscott ist unter anderem der Co-Autor von Wikinomics.

In seinem bemerksenwerten Vortrag geht es um die Wirtschaftskrise, darüber das Innovationen wie YouTube und Twitter nicht von großen Medienunternehmen kommen, den verzweifelten Überlebenskampf vieler Tageszeitungen,  die demographischen Probleme von Industrieländern & ihren Unternehmen, Web 2.0, Digital Natives, Veränderungen im Gesundsheits- und Bildungssystem usw. Er greift auch viele Thesen seiner bisherigen Bücher nochmals auf. Ein bemerkenswerter Vortrag, der viele Anregungen für das Business liefert.

Das komplette Video der Keynode hat Sander Duivestein auf Vimeo veröffentlicht: http://vimeo.com/5727784

Hier sind die passenden Slides zum Video:


Digital Natives, die Web-Eingeborenen

Juli 19, 2009

Digital Natives sind Personen, die mit Social Media, Blogs und Wikis groß geworden sind und die vielseitigen Möglichkeiten des World Wide Web selbstverständlich wie eine Muttersprache nutzen. Ein sehr guter Artikel des Beratungsunternehmens Z_Punkt beschreibt die Unterschiede zu den vorhergehenden Generationen und wie Unternehmen darauf regieren müssen: zum Artikel bei Z_Punkt.


Semantische Suche noch lange im Experimentierstadium

Juli 18, 2009

Semantische Suche bzw. Semantische Suchmaschinen sind immer wieder ein Thema. Zuletzt machte WolframAlpha mit viel PR auf sich aufmerksam. Leider ist damit der Durchbruch noch lange nicht gelungen. Im Juni legt Google kurzfristig mit Squared nach. Heise Online stellte jedoch fest, das die Premiere nicht ganz überzeugte. Die Blogger bei Netzwertig.com sehen das etwas anders. Derzeit ist das Produkt allerdings auch noch in den Google Labs. Ohne den Start von Wolfram Alpha wäre Google Squared vielleicht erst später der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
Fest steht jedoch, das bislang niemand das Thema Sematische Suche wirklich zuverlässig lösen konnte – bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. Die Suche nach den Bundesländern in Deutschland ist ein Beispiel für die derzeitige Unzuverläsigkeit. Das gewaltige Potential der Semantischen Suche wird dennoch bereits jetzt erkennbar.


Google Wave

Juli 11, 2009

Google Wave wurde am 27. Mai 2009 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Google Wave hat nicht nur aus meiner Sicht das Potential, die Art und Weise der Kommunikation und Zusammenarbeit im Web grundlegend zu revolutionieren.  Wer das Buch von Jeff Jarvis gelesen hat (siehe vorhergender Blog-Eintrag) wundert sich übrigens nicht, weshalb ausgerechnet Google eine  „Killerapplikation“ nach der anderen entwickelt. 

Es lohnt sich das Video von der Produkt-Vorstellung bis zum Ende anzuschauen, da Google Wave zahlreiche Ideen für neue Online-Anwendungen liefert.


Jeff Jarvis: Was würde Google tun?

Mai 24, 2009

Der Medienexperte und Blogger Jeff Jarvis promotet derzeit sein neues Buch „Was würde Google tun?“ und gibt zahlreiche Interviews. Für ihn ist Google nur ein Symbol für die dramatischen Veränderungen der Gesellschaft. Und die Veränderungen betreffen nicht nur die Medien, sie trifft es lediglich zuerst.

Das Zeitungssterben wird durch die Wirtschaftskrise beschleunigt und in diesem Jahr werden viele Zeitungen auf regionaler Ebene sterben. Grund ist die Überversorgung mit den immer identischen Meldungen.

Gleichzeitig gibt es eine Unterversorgung mit Nischenangeboten. Seiner Ansicht nach verlangt die Linkökonomie geradezu nach Spezialisierung. Künftige Angebote werden daher zielgruppen- spezifischer sein. Das Thema Paid Content sieht Jeff Jarvis sehr kritisch – man sollte seine Inhalte nicht hinter einer Wand verstecken, da man die Chance verliert, durch Verlinkungen gefunden zu werden. Auch hier ist die „New York Times“ wie so oft bei Diskussionen zu diesem Thema ein gern verwendetes Beispiel.

Wie man diese Verlinkungen monetarisieren kann, darauf gibt auch sein Interview keine befriedigende Antwort. Er liefert lediglich für Deutschland den Axel Springer Verlag als Beispiel und führt die Merchandising-Aktionen der „Bild“ an. Er ist jedoch überzeugt, dass Verlage mit den Umsätzen nicht an alte Zeiten anknüpfen werden, da der Wettbewerb zu intensiv ist. Sein Zitat dazu: „Das ist vorbei“. Die alten Monopole der Medienunternehmen seien zerstört und die gewohnten Gewinnspannen auch. Das für Inhalte im Web bezahlt werden soll hält er für einen „emotionalen Ansatz“ den man vergessen sollte.

Die Zukunft des Journalisten sieht er in der Rolle eines Aggregators und Organisators, der mit der jeweiligen Community stark zusammenarbeiten muss. Die Arbeit der Redakteure wird härter, damit Artikel online herausstechen. Investigativer Journalismus gewinnt an Bedeutung, weil man eben genau dadurch aus der Masse der überall erhältlichen Nachrichten herausstechen kann.

Die Geschäftsmodelle von Print-Erzeugnissen klappen seiner Meinung nach nicht mehr. Ein gravierender Widerspruch zu seinen meist sehr präzisen und treffenden Ausführungen bleibt jedoch: Seine aktuellen Überlegungen erscheinen als Buch und nicht Online, denn in Buchform funktioniert Paid Content aktuell noch prächtig. Das Honorar des Buchverlages war vermutlich attraktiver als „online only“ zu publizieren.

Weshalb sonst setzt er seine eigenen Ratschläge nicht in die Tat um? Er könnte alternativ den gesamten Content auf seiner Website publizieren, Links „einsammeln“ und diese monetarisieren. Es bleibt daher ein Glaubwürdigkeitsproblem – schade.

Sein Buch „Was würde Google tun?“, das ich bislang (noch) nicht gelesen habe, dürfte dennoch äußerst interessant sein. Aufgrund der Interviews vermute ich jedoch, dass es nicht ganz an die Qualität des Buches „Wikinomics. Die Revolution im Netz“ von Don Tapscott und Anthony D. Williams heranreichen dürfte, das ich in meinem B2B-Marketing- und Medienblog „BusinessMediaBlog.com“ vorgestellt habe. In „Wikinomics“ werden unter anderem zahlreiche Best Cases abseits der Informationsindustrie vorgestellt.

Quellen:  Spiegel Online, „Staatshilfe für Verlage, So eine Idee ist absurd“ und HORIZONT 20/2009, 14. Mai 2009, Seite 26.