Neun innovative Online-Unternehmen, die man beobachten sollte

Juli 30, 2011

JWT hat eine inspirierende Präsentation erstellt, mit den 100 Things to Watch in 2011. In der Präsentation für 2012 wird es dann eine Retrospektive geben, inwieweit die Vorhersagen eingetroffen sind.

Nachfolgende Ideen bzw. die damit verbundenen StartUps sind besonders spannend, weshalb sie hier im Einzelnen z.T. mit Video erwähnt werden.

Automatische Check-Ins (No. 6 in der JWT-Präsentation):
geloqi
, eine „hyper-personalisierbare“ App, die es Nutzern ermöglicht, automatische Erinnungen an sich selbst oder Freunde zu schicken, wenn man definierte Orte betritt.

CAPTCHA Adversiting (No. 17 in der JWT-Präsentation):
Eine sehr interessante Idee, die von von Solve Media umgesetzt wird.

Digital Indoor Maps (No. 27 in der JWT-Präsentation):
Pläne von Einkaufszentren, Flughäfen etc. auf Smartphones.

Micro-Business (No. 51 in der JWT-Präsentation):

Social objects: stickybits (No. 83 in der JWT-Präsentation):
Digitale Inhalte an physische Objekte „anheften“ – das StartUp stickybits bietet eine Lösung.

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Innovationstempo bei Google und anderen großen Internet-Unternehmen im Vergleich zu Startups

Januar 23, 2011

Robert Scoble hat einen beachtenswerten Artikel zur derzeitigen Innvoationsgeschwindigkeit bei Google geschrieben. Er sprach mit einer Google Führungskraft über das schnell wachsende Projekt Instagram – das manche auch als „Twitter für Fotos“ bezeichnen – und darüber weshalb Google so etwas nicht macht.

Interessant ist jedoch nicht dieser spezifische Einzelfall, sondern die Innovationsprobleme die Robert Scoble sieht und die auf viele große Internet-Unternehmen übertragbar sind:

1. Google kann seine Teams nicht klein genug halten. Es ist ein Mythos zu glauben, dass mit jeder weiteren Person, die zu einem Produktentwickler-Team dazu kommt, das Tempo steigt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit jeder weiteren Person sinkt das Innovationstempo, da man immer mehr Zeit mit unproduktiven Meetings und interner Abstimmung verbringt.

2. Google kann die Zielsetzung eines Produktes nicht reduzieren, wie das bei Instagram der Fall war. Bei Google muss alles immer ein ganz großer Wurf werden, wohingegen ein Startup nicht unter dieser Anspruchshaltung leidet und auch kleine Etappenziele verfolgen kann.

3. Wenn ein Produkt bei Google erfolgreich wird, wird es mit sehr viel Ressourcen und Personen „versorgt“. Das Problem besteht darin, das viele Mitarbeiter eines großen Unternehmens gerne bei einem bereits erfolgreichen oder erfolgsversprechenden Produkt bzw. Projekt mitwirken möchten. Daraus ergibt sich die Konsequenz, dass das ursprünglich kleine, qualifizierte und erfolgreiche Kernteam plötzlich massenhaft E-Mails von Personen bearbeiten muss, die plötzlich mitwirken möchten.

4. Google zwingt seine Entwickler eine Infrastruktur zu nutzen, die nicht für kleine Projekte ausgelegt ist. So muss beispielsweise alles für die interne Google Datenbank „Big Table“ ausgelegt sein. MySQL darf z.B. nicht verwendet werden. Dieser Punkt ist aus meiner Sicht einer der Hauptursachen für sinkendes Innovationstempo großer Internet-Unternehmen neben den „strategy taxes“ (siehe Punkt 6).

5. Google Produkte müssen jede Plattform bzw. Umgebung unterstützen. Ein Startup kann sich entscheiden etwas erst einmal nur in dieser oder jener Sprache bzw. Umgebung zu testen.  Wenn es dann vom Nutzer angenommen wird und ausgereift ist, wird es auch für andere Märkte umgesetzt.

6. Googles Entwickler können keine Facebook Integration oder irgendwelche anderen Abhängigskeitsverhältnisse eingehen. Robert Scoble verwendet dafür den Begriff „strategy taxes“, der dies treffend umschreibt und den er schon Microsoft verwendete.

7. Google kann nichts „halböffentlich“ entwickeln: Google kann sich kein unternehmensexternes Feedback von BetaTestern einholen, ohne dass dies sofort von großer öffentlicher Aufmerksamkeit begleitet würde.

8. Google kann nicht die „Lean Startup“ Methoden anwenden, die z.B. Eric Ries propagiert.

Quelle: Scobleizer

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Semantisches Web: Google macht nächsten Schritt

Juli 19, 2010

Semantisches Web oder Web 3.0 – wie auch immer man es bezeichnet, Google ist mit der gerade veröffentlichten Akquisition von Metaweb einen weiteren großen Schritt in diese Richtung gegangen. Metaweb ist Betreiber der offenen Datenbank Freebase. Freebase enthält derzeit 12 Millionen Datensätze, z.B. über Videos, Bücher, TV Shows, Orte, Prominente, Unternehmen und vieles mehr. Das nachfolgende Video erklärt den Metaweb-Ansatz sehr schön.

Der Kaufpreis von Metaweb wurde nicht veröffentlicht. Bekannt ist jedoch, dass Metaweb insgesamt 57 Millionen US$ an Venture Capital erhalten hat. Google möchte Freebase auch weiterhin als offene Datenbank betreiben und fordert andere Webunternehmen dazu auf, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen.

Auch Facebook ist im Bereich „Semantisches Web“ aktiv – bereits im April wurden auf der dritten f8 Conference in San Francisco die drei neuen Facebook-Komponenten „Social plugins“, „Open Graph protocol“ und „Graph API“ vorgestellt, die die Ambitionen in diesem Bereich unterstreichen.

Oft wurde bereits kolportiert, das Semantische Web sei nun da – bis dahin wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Viele Dienstleister und Softwareanbieter preisen ihre Produkte mit angeblich bahnbrechenden Funktionen für das Semantische Web an – meist gehört das in die Rubrik „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“.  Solche Anbieter versuchen auf der Welle der Buzzwords „Web 3.0“ bzw. „Semantisches Web“ zu reiten und das für ihre PR-Aktivitäten zu nutzen.

Eine sehr gute Übersicht über den Status quo des Semantischen Web findet sich in der nachfolgenden Präsentation von Davide Palmisano vom 30. März 2010.

Quelle: Google Blog

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Social Games: Google investiert in Zynga

Juli 11, 2010

Google hat Gerüchten zufolge eine Summe zwischen 100 bis 200 Millionen US-$ in das Social Gaming Unternehmen Zynga investiert – so berichtet der Blog Techcrunch. Die Investition ist dem Artikel zufolge direkt von Google vorgenommen worden und nicht von Google Ventures. Demnach würde es auch nicht verwundern, falls man statt PayPal irgendwann Google Checkout als bevorzugtes Zahlungsmittel bei Zynga verwenden würde. Dadurch würde die Relevanz von Google Checkout deutlich steigen.

Die Investition könnte laut Techcrunch der Eckpfeiler für „Google Games“ sein, das in diesem Jahr gestartet werden könnte. Gestützt wird diese Vermutung bzgl. Google Games durch eine aktuelle Stellenausschreibung bei Google: „Product Management Leader, Games – Mountain View“.

Sollten die Aussagen so zu- und eintreffen, wäre das Investment von größter strategischer Bedeutung für Google und durch die „Hintertür Zynga“ wäre Google zudem auch indirekt bei Facebook vertreten.

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