Social Media & Journalismus

Oktober 2, 2011

Social Media & Journalismus sind Thema dieser Präsentation von „Netzökonom“ Holger Schmidt. Er erläutert darin sehr prägnant Informationsverhalten und Mediennutzung im Kontext von Facebook, Twitter und Google+. Es wird erklärt, welches Netzwerk welche USPs hat und auf welche Art sie die klassischen Medien und den Journalismus verändern.

Eine interessante These aus der Präsentation lautet beispielsweise, dass klassische Medien ihre Gatekeeper-Funktion für sogenannte „harte News“ behalten – im Gegensatz zu „weichen News“ und Unterhaltung. Darüber hinaus wird dargestellt, wie Journalisten Social Media nutzen und ihre Artikel finden und recherchieren.

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Mediennutzung in der Webgesellschaft 2018 – eine Trendstudie

September 27, 2009

Mediennutzung in der Webgesellschaft 2018 lautet die Trendstudie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Johanna Höhn von der FH Mainz – University of Applied Sciences. Die Autoren vergleichen unter anderem das Medienverhalten von 15- bis 19jährigen (Schüler), 20- bis 25jährigen (Studenten) und der 35- bis 50jährigen Erwachsenen.

Demnach verlieren Tageszeitungen bis 2018 ca. 30% ihrer Leserschaft. Interessante Unterschiede gibt es bei den drei Altersklassen insbesondere bei den Social Web Angeboten. Studenten nutzen überproportional Social Communities (30%) und die 15- bis 19jährigen nutzen stärker Foto- und Video-Tauschbörsen (20 bis 40%). Die Erwachsenen ab 35 beteiligen sich überproportional an Diskussionsforen (35%) und Blogs (10%).

2018 werden der Studie zufolge Medienunternehmen nur noch kaum mit der Generierung neuer Inhalte beschäftigt sein, sondern sie sind zu „Muli-Channel-Content-Händlern“ geworden, die ihren Input von Usern und Organisationen beziehen. Das hat Folgen für die Anfoderungen an die Unternehmenskommunikation:

  • Offline-Kommunikation muss Verlängerung im Internet finden
  • Konzentration auf strategische Net-Projekte
  • Kundekommunikation muss sich an nachhaltiger PR-Logik (Offenheiten, Partizipation) orientieren statt an engen Marketingvorgaben
  • Jeder Mitarbeiter wird zum Kommuikator für sein Unternehmen, nicht nur wenige PR-Spezialisten
  • Unternehmen werden bei der Markenbildung Kontrollmöglichkeiten aufgeben
  • Institutionalisierung von Lernprozessen
  • Kommunikationskampagnen werden internet-zentriert geplant, benötigen aber Resonanzraum in den Offline-Medien
  • Es wird exklusiver sein, Kunden kostenlose, hochwertig gemachte Zeitschriften und Zeitungen regelmäßig zur Verfügung zu stellen
  • Unternehmenskulturen werden sich ändern: Partizipation, Transparenz, Gleichwertigkeit und Kontrollreduktion werden sich durchsetzen
  • Das partiell durchlässige Intranet ist der Schlüssel für Erfolgschancen in der externen Welt

Quelle: Lothar Rolke  Johanna Höhn: Mediennutzung in der Webgesellschaft 2018: Wie das Internet das Kommunikationsverhalten von Unternehmen, Konsumenten und Medien verändern wird. Norderstedt 2008.

Kontakt:  Prof. Dr. Lothar Rolke, FH Mainz – University of Applied Sciences. E-Mail-Adresse: info [AT] rolke.biz.