Handlungsoptionen für Medienunternehmen

Januar 2, 2010

Traditionelle Medienunternehmen haben vielfältige Herausforderungen im neuen Jahr zu stemmen. Das beginnt zunächst beim Selbstverständis. Sie sollten sich künftig als Multimedia-Unternehmen definieren und – soweit realisierbar – eine Start Up-Kultur etablieren. Derzeit sind drei wesentliche strategische Optionen zu erkennen, die sich dann in zahlreiche taktische Maßnahmen herunterbrechen lassen.

1. Technologie-Partnerschaften
Da viele Medienunternehmen eklatante Defizite bei der Technologie-Kompetenz haben, liegen Joint Ventures mit Telekommunikations-, Internet- und IT-Unternehmen auf der Hand. Ebenso sind Akquisitionen geeignet, um sehr viel schneller Technologie-Kompetenzen aufzubauen. Durch eine erfolgreichen Integration von Internetdienstleistern und Softwareunternehmen können im Idealfall bestehende, verkrustete Strukturen schneller aufgebrochen werden und dabei wie ein Beschleuniger für das notwendige Change Management im gesamten Unternehmen wirken.

2. Diversifizierung
Erfolgsversprechend ist hier die Markendehnung von starken Medien-Brands in andere Segmente, z.B. in die Bereiche E-Commerce, Marketing Services, Marktforschung, Corporate Publishing. Die Diversifizierungsklassiker Bücher & Musik sind ebenfalls wichtig.

3. Cost Reduction
Kostenreduzierungen sind unpopulär und nicht innovativ.  Sie sind jedoch notwendig, um sich noch möglichst lange  Handlungsspielräume offen zu halten. Sparen alleine ist jedoch keine Zukunftsperspektive und daher ist diese Option nur in Verbindung mit den beiden anderen strategischen Alternativen sinnvoll, d.h. Kostenreduktion bei gleichzeitiger Investition in die Zukunft – andernfalls wird Sparen sonst schnell zum Kostenfaktor.

Grundsätzlich gilt: Bislang hat noch keines der traditionellen Medienunternehmen den Königsweg gefunden und „die eine Lösung“ wird es auch nicht geben. Es ist vielmehr ein Mix aus verschiedenen Strategien ohne Tabus, d.h. auch heilige Kühe müssen angetastet werden dürfen. Insbesondere die Medienkonvergenz muss bei allen Strategien im Fokus bleiben, zumal die Unterscheidung zwischen Medien- und Telekommunikationsunternehmen schon lange nicht mehr trennscharf ist. Die angekündigte strategische Neuausrichtung der Deutschen Telekom unterstreicht diese Entwicklung eindrucksvoll.

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Deutscher Medienkongress 2010

Dezember 12, 2009

Deutscher Medienkongress 2010: Die Veranstalter bezeichnen ihn selbst als „Kick-off-Jahreskongress“ für die Werbe- und Medienbranche in Deutschland.  Das Motto der Veranstaltung, die im Congress Center der Messe Frankfurt stattfindet, lautet „The Future of Media – Was wird die Kommunikation von morgen prägen?“. Begleitend findet die Kongressmesse Best Media 2010″ stand, auf der Dienstleister, Vermarkter und Partner der Werbetreibenden Neuheiten, Produkte und Vermarktungsmodelle der veschiedenen Mediengattungen vorstellen.

Zu den Referenten gehören u.a.: Thomas-B. Quaas, Beiersdorf; Gerhard Berssenbrügge, Nestlé Deutschland; Thorsten Dirks, E-Plus Gruppe; Thomas Ebeling, ProSiebenSat.1 Media; Christian Nienhaus, WAZ Mediengruppe; Dr. Stefan Groß-Selbeck, XING; Nikolaus Brender, ZDF; Norman Pearlstine, Bloomberg L.P.

Der Kongress am 19. und 20. Januar 2010 besteht aus acht zentralen Modulen:

Part 1: Wie sehen Entscheider die Zukunft der Kommunikation?

Part 2: TV – Wachstumstreiber Digitalisierung

Diskussionsrunde: Das Fernsehen der Zukunft – Der Kampf um das Wohnzimmmer hat begonnen!

  • Was erwarten die Werbekunden zukünftig von TV?
  • Bleibt TV weiterhin Lead-Medium für die Markenkommunikation?
  • Was bietet TV 2010-2015 an Innovationen?
  • TV goes online: Strategien klassischer Fernsehanbieter im Netz
  • Interaktives Fernsehen ITV, Mobile TV, Bewegtbild – die „neuen Hoffnungsträger“
  • Wie wird die Zusammenarbeit zwischen den Markt-Playern – TV-Vermarkter, Werbetreibende und Mediaagenturen – 2010-2015 aussehen?

Part 3: Print – auf dem Weg zu neuen Ufern

Part 4: Digial Media – Ready for the next digital revolution?

Diskussionsrunde: Social Media und Targeting – die großen Wachstumstreiber

  • Was sind die digitalten Innovationen 2010-2015?
  • Wird Online zum neuen Leitmedium in der Markenkommunikation?
  • Wer ist Gewinner, wer Verlierer im digitalen Konsolidierungsprozess?
  • Was bedeutet Social Media für die digitale Kommunikation von mogen? Verdrängen Social Media Aktivitäten die klassischen Online Werbeformen?
  • Traumpaar Online Marketing und Mobile – wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen digitalen Kanälen?
  • Targeting und Performance Marketing als die digtalen Hoffnungsträger der Zukunft

Referenten werden sein:
Dr. Tobias Nickel, Leiter BMW Marketingkommunikation, BMW AG
Dr. Clemens Riedl, Geschäftsführer, StudiVZ
Ulrich Kramer, Gründer und CEO, Pilot Group
Marco Seiler, CEO, Syzygy Group
Terry von Bibra, Geschäftsführer, Yahoo! Deutschland; Vice President Advertising Marketplaces, Yahoo! Europe!
Frank Bacher, Geschäftsführer Marketing & Sales, Interactice CCSP GmbH
Matthias Ehrlich, Vorstand, United Internet Media AG
Marianne Stroehmann, Geschäftsführerin Advertising, AOL Deutschland Medien GmbH

Part 5: Mobile – The next big thing

Diskussionsrunde: „Mobile“ vor dem Durchbruch? Was sind die Zukunfts- und Vermarktungstrends mobiler Medien?

  • Ist Mobile auf dem Weg zum neuen Trendmedium?
  • Welchen Einfluss hat Mobile auf die anderen Medien?
  • Mobile Web vs. Mobile App – wohin geht der Trend?
  • Was muss Mobile leisten, um eine feste Rolle im Media-Mix zu erhalten?
  • Kann Mobile traditionelle Medien retten?
  • Was bedeutet „Made for Mobile“ für die Strategie von Marken und Medienhäusern?

Part 6: Bewegtbild und Web-TV – Die neuen digitalen Hoffnungsträger

Diskussionsrunde: Bewegtild auf dem Vormasch! Zukunft- und Vermarktungstrends

  • Welche Möglichkeiten bietet Bewegtbild-Werbung für die Markenkommunikation?
  • Wie lassen sich Marken im Netz inszenieren?
  • Wie kann man mit bewegten Bildern im Netz den Markenwert steigern und Geld verdienen?
  • Welche  Werbeformen sind für welche Marken am meisten geeignet?
  • Wo liegt die Zukunft dieses „neuen“ Werbetools?

Part 7: Radio – die mobile Revolution eines Klassikers

Part 8: Out-of-Home goes Digital

Weitere Informationen auf www.deutscher-medienkongress.de

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