Honorare von Internetagenturen und Online-Marketing Dienstleistern – aktuelle Marktübersicht

Juni 15, 2011

Honorare von Internetagenturen und Online-Marketing Dienstleistern sind Themen des neuen iBusiness Honorarleitfaden. Der Honorarleitfaden listet die branchenüblichen Honorare für alle Leistungen rund um die Entwicklung von Internet-Auftritten und anderen interaktiven Projekten. Ebenfalls enthalten sind die Preise für die unterschiedlichen Disziplinen des Online-Marketing wie Konversionsraten-Optimierung, SEO, SEM oder Social Media Marketing. Es handelt sich um eine der besten und ausführlichsten Marktübersichten dieser Art.

Insgesamt werden im iBusiness Honorarleitfaden die Honorare für 87 Dienstleistungen aus den Bereichen Beratung, Grafik, Inhaltsproduktion, Programmierung, Marketing, Administration und Service aufgelistet. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Befragung, als 25 Einzelwerte abgefragt wurden. Diese 25 Dienstleistungen werden mit Werten aus dem Jahr 2006 verglichen.

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Eine regionale Übersicht zeigt die geographische Abweichung der Honorare in Deustchland (nach Bundesländern), in Österreich und in der Schweiz. Zudem präsentiert der Honorarleitfaden die Honorare der Agenturen und Freelancer im Vergleich miteinander und wertet die unterschiedlichen Angebote nach Quartilen aus.

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Dadurch erhalten Auftraggeber einen Überblick, in welchem Kostenrahmen eine Dienstleistung liegen sollte und was eine eher teure oder eher preiswerte Dienstleistung ist.

Die Auswertung umfasst unter anderen die Stundensätze für diese Dienstleistungsbereiche:

  • Beratung
  • Grafikproduktion
  • Videoproduktion
  • Textproduktion
  • Programmierung
  • E-Commerce
  • Gamedesign
  • Onlinemarketing
  • Onlinewerbung
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • SEM Suchmaschinenmarketing (SEA)
  • Entwicklung und Umsetzung von Landingpages
  • Konversionsratenoptimierung (CRO)
  • Social-Media-Marketing
  • E-Learning

Neben den Honoraren listet der Honorarleitfaden auch einen Preisspiegel für die wichtigsten Nebenkosten interaktiver Projekte:

  • Terminal-Produktion
  • Preise für Internet-Anbindungen
  • Medienreplikation (CD-ROM, DVD)
  • Lizenzkosten der Verwertungsgesellschaften wie z.B. der GEMA, VG Bild-Kunst und VG Wort

An der Datenerhebung haben sich über 450 Agenturen und Freelancer beteiligt. Herausgeber: HighText-Verlag Umfang: 144 Seiten mit Tabellen und Charts ISBN: 978-3-939004-14-1 Preis: 39,80

Bestellung: http://www.ibusiness.de/honorarleitfaden (portofrei)

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PaperPhone Prototyp – das Smartphone der Zukunft

Mai 8, 2011

PaperPhone nennt sich ein neuer „Smartphone-Prototyp“, den Roel Vertegaal, Direktor des Human Media Lab der Queens Univesity in Kanada, kommende Woche auf einer Konferenz in Vancouver der Öffentlichtkeit präsentieren wird.

Der Computer fühlt sich an wie ein kleines Stück flexibles, interaktives Papier und laut Roel Vertegaal werden alle Smartphones innerhalb von fünf Jahren so aussehen.

Quelle: Human Media Lab, Queen University Canada

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Digitale Marketingtrends: Location Based Advertising und Real-Time Bidding

März 27, 2011

Sieben digitale Marketingtrends für 2011 hatten die Experten von eMarketer vor einigen Monaten  prognostiziert. Das erstes Quartal 2011 ist fast vorbei und bislang liegen sie mit Ihren Prognosen recht gut – dazu gehören unter anderem stark steigende Ausgaben für Social Media Werbung, sowie die Zunahme von Real-Time Bidding im Display Advertising (insbesondere in den USA zu beobachten) und ein weiterer Bedeutungsanstieg von Location Based Advertising (LBA).

Grundsätzlich sind diese digitalen Trends hinlänglich bekannt und bieten keinen Neuigkeitswert, allerdings enthält die nachfolgende eMarketer-Präsentation sehr viele brauchbare Fakten und gutes Zahlenmaterial.

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Innovationstempo bei Google und anderen großen Internet-Unternehmen im Vergleich zu Startups

Januar 23, 2011

Robert Scoble hat einen beachtenswerten Artikel zur derzeitigen Innvoationsgeschwindigkeit bei Google geschrieben. Er sprach mit einer Google Führungskraft über das schnell wachsende Projekt Instagram – das manche auch als „Twitter für Fotos“ bezeichnen – und darüber weshalb Google so etwas nicht macht.

Interessant ist jedoch nicht dieser spezifische Einzelfall, sondern die Innovationsprobleme die Robert Scoble sieht und die auf viele große Internet-Unternehmen übertragbar sind:

1. Google kann seine Teams nicht klein genug halten. Es ist ein Mythos zu glauben, dass mit jeder weiteren Person, die zu einem Produktentwickler-Team dazu kommt, das Tempo steigt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit jeder weiteren Person sinkt das Innovationstempo, da man immer mehr Zeit mit unproduktiven Meetings und interner Abstimmung verbringt.

2. Google kann die Zielsetzung eines Produktes nicht reduzieren, wie das bei Instagram der Fall war. Bei Google muss alles immer ein ganz großer Wurf werden, wohingegen ein Startup nicht unter dieser Anspruchshaltung leidet und auch kleine Etappenziele verfolgen kann.

3. Wenn ein Produkt bei Google erfolgreich wird, wird es mit sehr viel Ressourcen und Personen „versorgt“. Das Problem besteht darin, das viele Mitarbeiter eines großen Unternehmens gerne bei einem bereits erfolgreichen oder erfolgsversprechenden Produkt bzw. Projekt mitwirken möchten. Daraus ergibt sich die Konsequenz, dass das ursprünglich kleine, qualifizierte und erfolgreiche Kernteam plötzlich massenhaft E-Mails von Personen bearbeiten muss, die plötzlich mitwirken möchten.

4. Google zwingt seine Entwickler eine Infrastruktur zu nutzen, die nicht für kleine Projekte ausgelegt ist. So muss beispielsweise alles für die interne Google Datenbank „Big Table“ ausgelegt sein. MySQL darf z.B. nicht verwendet werden. Dieser Punkt ist aus meiner Sicht einer der Hauptursachen für sinkendes Innovationstempo großer Internet-Unternehmen neben den „strategy taxes“ (siehe Punkt 6).

5. Google Produkte müssen jede Plattform bzw. Umgebung unterstützen. Ein Startup kann sich entscheiden etwas erst einmal nur in dieser oder jener Sprache bzw. Umgebung zu testen.  Wenn es dann vom Nutzer angenommen wird und ausgereift ist, wird es auch für andere Märkte umgesetzt.

6. Googles Entwickler können keine Facebook Integration oder irgendwelche anderen Abhängigskeitsverhältnisse eingehen. Robert Scoble verwendet dafür den Begriff „strategy taxes“, der dies treffend umschreibt und den er schon Microsoft verwendete.

7. Google kann nichts „halböffentlich“ entwickeln: Google kann sich kein unternehmensexternes Feedback von BetaTestern einholen, ohne dass dies sofort von großer öffentlicher Aufmerksamkeit begleitet würde.

8. Google kann nicht die „Lean Startup“ Methoden anwenden, die z.B. Eric Ries propagiert.

Quelle: Scobleizer

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Online Marketing Rockstars & Marketing Trends 2011

Januar 15, 2011

Online Marketing Rockstars heißt die neue Veranstaltung der Hamburg Media School am 11. Februar 2011.  Treibende Kräfte – die sogenannten „Rockstars“ der Branche – berichten und diskutieren über Entwicklungen und Trends im Online-Marketing.

Das ganztägige Programm richtet sich sowohl an Online-Marketing-Profis, die sich Tricks und Kniffe abschauen wollen, als auch an Marketing-Entscheider, die sich überblickend informieren möchten.

Das Programm setzt sich aus Kurzvorträgen und Paneldiskussionen zusammen. Vertreten sind Unternehmen wie Google, Zalando und Scholz & Friends. Zu den Referenten zählt unter anderem SEO-Experte Jochen Maaß von Hanse Ventures. Ron Hillmann von Iven & Hillmann referiert zum Thema Top-Publisher. Wie man Facebook-Nutzer für sich gewinnen kann, erörtert Andreas Bersch von Facebookbiz.

„Facebook-Marketing ist der Meta-Trend des Jahres 2011, um den herum sich viele spannende Mikrotrends entwickeln werden. Es sind längst nicht alle Möglichkeiten und Potenziale rund um das soziale Netzwerk erkennbar“, sagt Prof. Dr. Armin Rott, wissenschaftlicher Leiter der Studiengänge Medienmanagement an der Hamburg Media School. Damit bestätigt Rott die Meinungen anderer Branchen-Experten, die ebenfalls an einen weiteren Vormarsch von Facebook sowohl im User- als auch im Werbemarkt glauben. „Facebook wird Ernst machen mit dem Geldverdienen“, so Christoph Burseg, geschäftsführender Gesellschafter der TRG – The Reach Group GmbH. Und auch für Markus Kellermann, Head of Affiliate Marketing bei der explido WebMarketing GmbH & Co. KG, gehört Werbung auf Facebook & Co zu den Trends in 2011. „Im Affiliate-Marketing werden sich sogenannte Facebook-Micro-Affiliates sicherlich neues Umsatzpotenzial erschließen.“

Multichannel-Tracking integriert auch Offline-Kanäle
Ein weiterer Trend, der in 2011 nicht vernachlässigt werden darf, ist das Multichannel-Tracking. Das Messbarmachen von Marketing-Maßnahmen und die präzise Messung des ROI für Marketing-Spendings aufgeschlüsselt nach Kanälen werde weiter zunehmen, prognostiziert Philipp Westermeyer, Gründer und Geschäftsführer der adyard GmbH: „Besonders fortschrittliche Unternehmen haben Modelle entwickelt, die selbst TV-Werbung für E-Commerce-Angebote konkret berechnen“, weiß Westermeyer. Es sei spannend zu beobachten, wie auch Social Media hier reinpasse.

Behavioral Targeting am Scheideweg
Nach Meinung der Experten wird auch das Thema Targeting 2011 weiter heiß diskutiert. Ziel müsse es sein, nur noch relevante Werbung für den User anzubieten, fordert Stephan Kauf, Leiter Business Development bei kajomi. Ulrich Hegge, Mitbegründer von wunderloop (heute AudienceScience), sieht Targeting sogar am Scheideweg und verweist dabei auf das Thema Datenschutz, das geklärt werden muss: „2011 wird das Jahr des Make or Break für Behavioral Targeting.“

Online- und Mobile-Marketing verschmelzen
Und schließlich bewerten die befragten Experten auch das Thema Mobile als bedeutend für 2011. Sebastian Blatz, Director Performance Marketing bei der active performance GmbH, sagt die „Verschmelzung von Online- und Mobile-Marketing“ voraus. In diesem Zusammenhang erwartet er Neuerungen, die sich durch Location Based Services und Augmented Reality ergeben. Der heutige Entrepreneur und Investor Hegge sieht für Mobile stark steigende Buchungen „bei gleichzeitiger intensiver Suche nach passenden, akzeptierten Formaten für die unterschiedlichen Devices und Nutzungsformen“.

Veranstalter

Die Leitung von „Online Marketing Rockstars“ obliegt Philipp Westermeyer, Absolvent der Hamburg Media School und Mitbegründer des Display-Performance-Dienstleisters adyard, sowie Universitätsprofessor Armin Rott, Leiter der Studiengänge Medienmanagement an der Hamburg Media School. Der DigitalStrategyBlog.com von Markus Caspari ist Partner der Veranstaltung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ort
: Moot Court, Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg
Zeit: Freitag, 11. Februar 2011, 9-20 Uhr, ab 20 Uhr Online Marketing Rockstars Party
Kosten: 749 EUR pro Person (inklusive Verpflegung in Seminarpausen und Besuch der Party), Rabatte für Gruppen, Start-ups und Studierende

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Social Media + Augmented Reality + Face Recognition

November 9, 2010

Social Media, Augmented Reality und Face Recognition eröffnen in ihrer Kombination völlig neue Möglichkeiten für mobile Applikationen & Geschäftsmodelle. Wie die Zukunft des Social Networkings in Kombination mit Augmented Reality vielleicht bald aussehen könnte, zeigen spannende drei Konzeptdesigns von Philip Langley und Matthew Buckland von memeburn.com.

Erstes Konzeptdesign: Man hält ein Smartphone auf eine fremde Person und erhält innerhalb von Sekunden via mobiler Gesichtserkennung Informationen aus öffentlichen Profilen und Social Networks. So werden gemeinsame Interessen und Freunde erkennbar. Der Nutzer kann sein Gegenüber zum eigenen Netzwerk einladen. Durch eine sematische Suche erhält man „Kommentare“, die mit der betreffenden Person in Verbindung stehen.

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Apple hat kürzlich nach Angaben von TechCrunch angeblich das schwedische Unternehmen Polar Rose akquiriert, das zu einem der Pioniere im Bereich Face recognition gehört. Auf YouTube war auch ein Video zu dem Polar Rose Produkt Recognizr verfügbar, das mittlerweile „vom Nutzer entfernt wurde“ – man muss sich lediglich Artikel vom Jahresanfang anschauen, die auf dieses Video verweisen. Offenbar möchte jemand nun nicht mehr die Öffentlichkeit für sein Produkt, die man zuvor noch suchte – wieso sonst stellt man ein Produktvideo zunächst YouTube und entfernt es später wieder?

Ein cnet-Artikel liefert weitere Details über mögliche Ambitionen und die Produkte von Polar Rose im Bereich mobiler Gesichtserkennung – besonders interessant erscheint mir das Produkt FaceCloud

Die Fortschritte im Bereich der mobilen Gesichtserkennung in den letzten Jahren waren erheblich, wie z.B. das nachfolgende Video einer Master Thesis von Mai 2010 zum Thema Face Recognition & Augmented Reality zeigt:

Schon heute ist der mobile Abgleich von Produktabbildungen mit Datenbanken problemlos möglich, wie Applikationen von StartUps wie kooaba zeigen:


Auch omoby bietet „Mobile Visual Search“:
[Vimeo 6773049 w=450]

Es gehört nicht viel Phantasie dazu, noch einen Schritt weiter zu denken. Forscher der University of Manchester haben kürzlich ein Video auf YouTube veröffentlicht, das Echtzeit-Gesichtserkennung auf einem Nokia N900 zeigt – die allerdings nur für die Identifikation des Benutzers verwendet wird.

Diese Arbeit gehört übrigens zum Projekt „MOBIO – Mobile Biometry„.

Zweites Konzeptdesign: Man läuft durch eine Straße und erhält weitere Informationen via Augmented Reality App, die öffentliche Datenbanken und Verzeichnisse mit den Geokoordinaten verbindet. Anschließend sieht man im mobilen Augmented Reality Browser die Social Network Profile derjenigen Personen, die in den jeweiligen Häusern wohnen. Wenn die entsprechenden Personen Teil des eigenen Netzwerks sind, sieht man z.B. deren Empfehlungen zu den besten Einkaufsmöglichkeiten am jeweiligen Ort.

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Mit einer App der Commonwealth Bank in Australien ist es schon heute möglich, von 95% der Wohnungsimmobilien in Australien aktuelle und historische Preise per Augmented Reality App anzeigen, wie dieses Video zeigt:

Das StartUp Tagwhat bietet derzeit Social Augmented Reality Funktionalitäten, die es vielleicht auch einmal in Facebook Places geben könnte.

Drittes Konzeptdesign: Ein Smartphone wird auf eine Gruppe von Personen gehalten. Daruch werden beispielsweise direkt die Kontakte 1. und 2. Grades aus einem Business Network sichtbar und es wird ersichtlich wer mit wem „vernetzt“ ist.

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Ein weiteres StartUp aus dem Bereich Face Recognition, das man sich auch unbedingt anschauen sollte ist Viewdle. Das Unternehmen hat im Dezember 2008 bei der LeWeb Paris StartUp Competition gewonnen. In einem Artikel bei Vator.tv aus 2008 heißt es „Google is looking at some speech-to-text and facial-recognition technologies.

Viewdle wurde mit Venture Capital finanziert. Im Oktober 2010 gab Viewdle eine „Series B“ Finanzierungsrunde über 10 Millionen US$ bekannt – zu den Investoren gehören unter anderem Qualcomm und der BlackBerry Partners Fund.

Video von der LeWeb Paris 2008:

Solche Ideen zeigen die enormen Herausforderungen die auf den Datenschutz zukommen könnten. Sie würden die bisherigen Diskussionen um Google und Facebook bei weitem übertreffen. Das gleiche gilt für die damit einhergehenden soziologischen Folgen, die noch weitaus schwerwiegender sein werden wie die ökonomischen und juristischen Aspekte. Bislang haben sich neue Technologien jedoch früher oder später immer durchgesetzt – trotz erheblicher „Nebenwirkungen“.

Weitere Artikel zum Thema u.a. auf AugmentedRealityBiz.com:

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Mobile Medien: Strategien & Handlungsempfehlungen

November 6, 2010

Nach Prognosen von IDC und Gartner wächst die Zahl der genutzten Tablet-PCs, Touch Smartphones und Touch Netbooks von derzeit 32 Millionen auf 182 Millionen bis zum Jahr 2014. Angesichts des enormen Markterfolges von Apples iPad und Android basierten Geräten, erwarten die Berater von Oliver Wyman, dass selbst diese optimistischen Prognosen bereits 2010 übertroffen werden.


Aktuelle Erhebungen von Oliver Wyman zeigen, dass die großen deutschen Medienhäuser wie Burda, Gruner+Jahr oder Holtzbrinck im Schnitt vier ihrer fünf Toptitel als elektronische Formate anbieten. Weitet man die Auswahl auf die 15 auflagenstärksten Publikationen aus, sinken die Werte signifikant auf 40, 53 und 47 Prozent.

Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine mit niedrigeren Auflagenzahlen sind im digitalen Zeitalter oft noch gar nicht angekommen. Eine Ausnahme unter den deutschen Medienunternehmen ist der Axel Springer Verlag: 12 der 15 bestverkauften Titel werden im hauseigenen iKiosk zum Verkauf angeboten.

Im Auftrag der fünf größten Verlagshäuser in den USA hinterfragte Oliver Wyman den realen Bedarf der Medienkonsumenten an einer digitalen Umsetzung klassischer Printveröffentlichungen. Angesichts einer Simulation, wie die elektronische Medienlandschaft aussehen könnte, gaben 2.000 Befragte an, dass sie an der digitalen Darstellungsform interessiert seien und für die Nutzung auch Geld ausgeben würden – und zwar mindestens genauso viel wie für die herkömmliche Zeitung oder das gedruckte Magazin.

Das Ergebnis der Studie macht zudem deutlich, dass mithilfe von Kombinationsangeboten von Print- und Online-Publikationen der Absatz der gedruckten Medien steigt. Diese neuen Erkenntnisse bestätigten die US-amerikanischen Medienunternehmen darin, unter dem Projektnamen „Next Issue Media“ (NIM) eine gemeinsame Plattform zur digitalen Darstellung ihrer Titel voranzutreiben.

Der Erfolg von Applikationen hängt davon ab, wie gut sie gemacht sind und was sie dem Nutzer bringen. Bei digitalen Versionen von Zeitungen, Zeitschriften oder Magazinen verhält es sich nicht anders, wie die Studie zum NIM-Projekt zeigt. Eine digitalisierte Kopie der Printversion anzubieten, reicht daher nicht aus. Die Inhalte müssen für die Präsentation in den neuen Medien aufbereitet werden, das elektronische Pendant zum gewohnten Blatt muss einen funktionalen und inhaltlichen Mehrwert bieten.

Erste Erfolge mit bezahlten Apps zeigten aber, das die Systematik des Paid Content, also des bezahlten Inhalts, auch auf mobilen Endgeräten funktioniert. Als Grundregel gilt: Je leichter dem Kunden der Zugang zum Angebot gemacht wird, umso eher ist er bereit, zuzugreifen. Das wäre auch der Fall, wenn der Leser zum Beispiel per Fingerberührung auf dem Touch Pad sein Abo verlängern oder einen anderen Verlagstitel dazubestellen könnte.

In den USA hat sich das Konzept mit den bezahlten Inhalten bereits bewährt: Die Verlage verkauften deutlich mehr Abonnements als erwartet. Gleichzeitig sind Unternehmen bereit, für Werbung auf dem PC-Tablet oder dem iPad ähnliche Preise zu bezahlen wie für Anzeigen in Printmedien. Um sich auch diese Werbeeinnahmen zu sichern, nutzen die Medienunternehmen die starke Nachfrage doppelt aus: Wer im Online-Medium werben will, muss parallel eine Anzeige im Print-Pendant schalten.

In Deutschland verfolgt der Axel Springer Verlag  die Entwicklung des digitalen Marktes, unter anderem mit dem iKiosk als titelübergreifende Vertriebsplattform und iconist, dass ausschließlich für die Lektüre auf mobilen Endgeräten kreiert wurde. Donata Hopfen, Geschäftsführerin von BILD digital, sprach auf einem Panel während den Medientagen München 2010 von „durchwegs zufriedenstellenden Zahlen“. Sie prophezeit den kostenpflichtigen digitalen Angeboten weiteres Wachstumspotenzial.

Für die digitale Medienwelt lasen sich fünf Handlungsempfehlungen für Verlage ableiten.

1. Echte Komplementarität bieten

Um mit digitalen Publikationen Erfolg zu haben, muss für den Leser ein Mehrwert gegenüber der Printversion erkennbar sein. Eine nur technische Übersetzung der gedruckten und/oder Webinhalte reicht daher nicht. Elektronische Zeitungen und Zeitschriften müssen animierende und interaktive Elemente enthalten und so die Vorteile der neuen mobilen Geräte gezielt nutzen.

2. Attraktive Abonnementangebote schaffen

Der Querverkauf von Print-Titeln an Digital-Abonnenten und Digital-Titeln an Print- Abonnenten in Form von Kombi-Angeboten ist einer der entscheidenden Umsatztreiber. Auf diese Weise könnte man Kunden gezielt in die digitale Welt einführen als auch verlorene Print-Lesergruppen zurückgewinnen. Voraussetzung ist, dass alle Titel auf derselben Plattform abgebildet sind.

3. Werbung neu definieren

Das Geschäftsmodell für die digitalen Medien sollte zwar primär darauf basieren, dass Abonnenten für die Inhalte bezahlen. Werbung wird dennoch integraler Bestandteil sein. Um daraus resultierende Einnahmen möglichst schnell und umfassend auszubauen, müssen einheitliche Format- und Messungsstandards, neue Angebote für Werbetreibende sowie eine gemeinsame Werbevertriebsplattform geschaffen werden. Nur wenn es dem Leser einen Mehrwert bietet, wird das Zusammenspiel von Inhalt und Werbung funktionieren.

4. Neuen Produktionsprozesse und Organisationsmodelle

Die Darstellung in digitalen Medien setzt redaktionell und technisch neue Schwerpunkte bei der Produktion von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen. Die bisherige Produktion ist hauptsächlich auf den Druck ausgerichtet. Anstatt wie bisher überproportional in die bestehende Infrastruktur zu investieren, müssen Verlage künftig mehr Geld für Technologien ausgeben, bei denen zum Beispiel der digitale Vertrieb, die Datenauswertung oder die Interaktivität Schwerpunkte sind. Die Produktion von Publikationen für mobile Endgeräte verlangt auch nach neuen Kompetenzen. Das wiederum erfordert eine neue organisatorische Ausrichtung.

5. Allianzen bilden

Wenn sie sich zusammenschließen, verschaffen sich die Verlagshäuser nicht nur eine imposantere Verhandlungsposition. Sie könnten sich damit auch die hohen Kosten für die Entwicklung technischer Plattformen für die einzelnen Betriebssysteme teilen. Über Allianzen würden in neuen Vertriebswegen höhere Volumina erzielt, insbesondere wenn Kundendatenbanken konsolidiert und verlagsübergreifende Kombi-Angebote ermöglicht werden.

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Trends im Mobile Marketing

November 1, 2010

Diese Präsentation aggregiert die Trends im mobilen Marketing. Sie startet mit den Typen mobiler Werbung (SMS Ads, WAP Display Ads, Search Ads, App Display Ads, Push Notification), zeigt das „Mobile = Social“ ist und das die Gelegenheit für den Start mobiler Marketing Kampagnen nie besser war. 

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Location Based Services Summit

Oktober 21, 2010

Location Based Services Summit nennt sich der neuen Branchentreff, der am 1. Dezmber 2010 im Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden stattfindet.

Die zentralen Themenfelder sind wie folgt:

  • Location Based Services vor dem Durchbruch – Chancen und Herausforderungen
  • Vorteil für alle? Wie geographische Informationssysteme dem mobilen Einkauf und
    dem mobilen Marketing einen gewaltigen Schub verleihen
  • Mobile first! Welche Produkte und Services lassen sich über mobile Lösungen und
    Location Based Services vermarkten?
  • Das Prinzip Check-In – Das Potential der mobilen sozialen Netzwerke auf dem Smartphone
  • Lernen von den Pionieren – Erfolgsbeispiele für standort-bezogene Dienste und mobile Commerce
  • Location Based Services und Social Media – Wie Marken mobile Netzwerke erfolgreich nutzen können
  • Web-Werbung wird lokal – Ganz neue Werbemodelle werden möglich
  • Warum vor allem der Handel enorm von LBS profi tieren wird
  • Mobile Augmented Reality Marketing – Kommt über LBS jetzt der Durchbruch?
  • Mobile vs. legal? Rechtsfallen von Location Based Services
  • News – Die geplanten Geoinformationsgesetze und Rechtsrahmen für die Bereitstellung mobiler Applikationen
  • LBS und Datenschutz – Rettung oder Innovationskiller? 


Zu den Referenten gehören u.a.:

Quelle: Location Based Services Summit

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Stephan Scherzer wird VDZ-Hauptgeschäftsführer

Oktober 10, 2010

Stephan Scherzer wird ab Juli 2011 als stellvertretender VDZ-Hauptgeschäftsführer an der Seite von Wolfgang Fürstner tätig sein. Zum 1.1.2012 wird er dann Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Wolfgang Fürstner ablösen.

Stephan Scherzer ist derzeit Executive Vice President und General Manager das Digitalgeschäft der Prosumer-Gruppe der International Data Group (IDG) in den USA. Damit kommt frischer Wind in den Medienverband. IDG ist einer der innovativsten Medienhäuser der Welt. Hier sind zwei Videos, die einen ersten Eindruck vermitteln.

Weitere Artikel zu IDG:
IDG Media: Best Practice im B2B-Mediensegment
Print wird in Zukunft Online ergänzen

Quelle: VDZ

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